Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Bei der Suche nach Ort "Alte Synagoge Bork" wurden folgende Kurse/Veranstaltungen gefunden:

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Die jiddische Sprache hat ihren Ursprung im Mittelalter. Ihre Strukturen beruhen - historisch gesehen - auf mittel- und oberdeutschen Dialekten, der Wörterbestand setzt sich aus - mehrheitlich - deutschen, hebräisch-aramäischen, romanischen, slawischen und Elementen der "Gaunersprache" zusammen. Jiddisch ist - verkürzt gesprochen - das Mittelhochdeutsch - das die Juden in Deutschland mit ins Ghetto hinein - und dann - als die Ghettomauern Jahrhunderte später fielen - wieder mit hinausgenommen haben. Seit dem späten 19. Jahrhundert gelangte das Jiddisch an seinen Ursprungsort - Deutschland - zurück und sah sich zunehmender Aversion ausgesetzt nicht nur durch Nichtjuden, sondern der alteingesessenen deutschen Juden. Jiddisch ist eine Kultursprache, deren sich Schriftsteller bedient haben, die mit ihr Weltliteratur schufen. Der jüdische Witz ist ohne das Jiddisch gar nicht denkbar und versteht sich aus dem Wunsch, die alltäglichen Bedrückungen zu kompensieren. "A jid kumt zum rebn..." So oder so ähnlich fangen sie zumeist an...
Kaum ein anderer Komponist der Welt genießt so viel Interesse und Begeisterung in ganz verschiedenen Zuhörerkreisen wie Chopin. Als einer der führenden Vertreter der musikalischen Romantik, bereicherte er ihre Ästhetik durch seine neuen Visionen. Seine Aufmerksamkeit galt vor allem der Klaviermusik, in deren Rahmen er sich lebenslang bewegte. Gerade deswegen wird es als ein wahrer Dichter für Klavier gesehen, denn durch seine besondere Poesie, sei es in kleinen Präludien oder dramatischen Balladen und Sonaten, ermöglichte er, obwohl im Alltag extrem introvertiert, einen einzigarten Einblick in seine innere Welt, voller Leidenschaft, Fantasie und Dramatik

Anmeldung möglich 9. November 2019

(VHS, ab Sa., 9.11., 19.00 Uhr )

Im Rahmen der Gedenk- und Erinnerungsveranstaltung steht in diesem Jahr die jüdische Schriftstellerin Gabriele Tergit im Mittelpunkt. Ihr literarisches Schaffen war jahrzehntelang fast vergessen. Völlig zu Unrecht, denn ihre Beobachtungen und Wertungen der politischen Ereignisse zeugen von einer hohen intellektuellen Wachheit. Nachdem sie sich 1933 im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit als Gerichtsreporterin in Berlin-Moabit kritisch über ein richterliches Urteil zugunsten nationalsozialistischer Aktivisten äußerte, wurde sie bedroht. Ihrer Verhaftung konnte sie durch Flucht zunächst nach Prag entkommen.
Die Schriftstellerin Gabriele Tergit war eine unabhängig denkende Frau, deren Lebenswelt u.a. durch ihre Zugehörigkeit zum Judentum geprägt - aber nicht alles bestimmend - war. In ihren Romanen fließen lebensweltliche Erfahrungen und kulturelle Zugehörigkeit ebenso in die Romanwelten ein wie ihre wache Beobachtungsgabe und ihre eigenwilligen Stilmittel.
Am 9. November stellen wir ihren Lebensweg und ihr schriftstellerisches Schaffen vor und bringen einige Textbeispiele zu Gehör.

freie Plätze Jüdische Sportler in Westfalen

(VHS, ab Mi., 13.11., 18.00 Uhr )

Das Thema Sport in Verbindung mit der jüdischen Geschichte vor 1945 ist in Deutschland wenig erforscht. Die Geschichte des jüdischen Sports im heutigen NRW begann am 11. März 1902 mit der Gründung des Jüdischen Turnvereins Köln. Da nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten die bürgerlichen Sportvereine und -verbände ihre jüdischen Mitglieder innerhalb weniger Wochen und Monate im vorauseilenden Gehorsam ausgeschlossen hatten, gründeten sich zahlreiche weitere jüdische Sportvereine. Mit 136 Vereinen entwickelte sich in Westfalen und im Rheinland einen starke jüdische Sportkultur. Sie ist vergessen, ebenso wie die Leistungen und Beiträge vieler Jüdinnen und Juden bei der Verbreitung des Sports im sozialen und gesellschaftlichen deutschen Alltag. Zu ihnen gehörte auch Erich Schild, ein vielversprechender Athlet, der seine Kindheit in Selm verbrachte und rechtzeitig aus Nazi-Deutschland fliehen konnte. Der Historiker Prof. Dr. Lorenz Peiffer hat mit seinem "historischen Handbuch für Nordrhein-Westfalen" seine Geschichte und die der Vereine und zahlreicher weiterer Sportler erforscht und dokumentiert. Er wird daraus in der Alten Synagoge vortragen und zum Gespräch zur Verfügung stehen. Der Selmer Künstler Heinz Cymontkowski, der bereits vor dreißig Jahren Kontakt zu Erich Schild suchte, wird persönliche Erinnerungen an die Begegnungen mit ihm beitragen.

freie Plätze Frauen der Weltgeschichte: Else Lasker-Schüler

(VHS, ab Mi., 20.11., 19.00 Uhr )

Nachdem wir uns im Frühjahr Käthe Kollwitz gewidmet haben, wird an diesem Abend in der Reihe "Frauen der Weltgeschichte" Else Lasker-Schüler vorgestellt. Die vor 150 Jahren geborene expressionistische Dichterin zählte zu den schillerndsten Gestalten der deutschsprachigen Dichtung des 20. Jahrhundert.
Dr. Ulrike Schrader, die Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, hat zur Wuppertalerin Lasker-Schüler geforscht und beleuchtet in Vortrag und Lesung Leben und Werk.

freie Plätze Lauschsalon: Hommage an Heinrich Heine

(VHS, ab So., 8.12., 17.00 Uhr )

Heinrich Heine zählt zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern, Dichtern und Journalisten des 19. Jahrhunderts. An diesem Abend sind Sie eingeladen zu einem wunderschönen Kammerhörstück mit der meisterlichen Lyrik und Prosa Heines - Geheimnisvolles, Satirisches, Vergnügliches und Verwunschenes -, umrahmt von musikalischen Intermezzi und ergänzt von biographischen Sequenzen. Die Schauspielerin und Regisseurin Anja Bilabel, die nach ihrem Schauspielstudium bereits in zahlreichen Hauptrollen an verschiedenen deutschen Stadttheatern tätig war und mittlerweile als Hörspielsprecherin unter anderem für den Deutschlandfunk, den WDR sowie das Fernsehen tätig ist, konzipierte diesen Hörsalon. Die punktgenau auf die Texte abgestimmten musikalischen Sequenzen werden an der Harfe von Diplom-Harfenistin Verena Vollkmer gespielt, die parallel zur Leitung der Selmer Musikschule europaweit als Orchestermusikerin tätig ist.
Mit Beethovens Schaffen ist einer der größten Wendepunkte in der Musikgeschichte verbunden. Als Wiener Klassiker und jüngerer Zeitgenosse von Mozart angefangen, entwickelte sich Beethoven ganz schnell abseits von festen und gut bewahrten Traditionen und begab sich auf die Suche nach neuen Ausdruckformen und inspirierenden Ideen. In Vielem, was er schuf, war lag er seiner Epoche voraus und prophezeite zahlreiche Errungenschaften der Romantik, die er unmittelbar vorbereitete, wie auch der Musik des 20. Jahrhunderts. Seine Instrumentalmusik, vor allem die späten Sonaten, Quartette und Sinfonien, bilden den Höhepunkt seiner kompositorischen Offenbarungen, in denen verschiedene, ihn bewegende Impulse besonders markant zum Ausdruck kommen.

Anmeldung möglich Einige waren Nachbarn - Some were Neighbours

(VHS, ab Mo., 17.2., 9.00 Uhr )

"Some Were Neighbors - Einige waren Nachbarn": Kollaboration & Komplizenschaft im Holocaust adressiert eine der zentralen Fragen zum Holocaust: Wie war der Holocaust möglich? Die zentrale Rolle von Hitler und anderen Führern der NSDAP ist unbestreitbar. Doch die Abhängigkeit dieser Täter von unzähligen anderen für die Durchführung der NS-Rassenpolitik ist weniger bekannt. Im nationalsozialistischen Deutschland und in dem von Deutschland dominierten Europa entwickelten sich überall, in Regierung und Gesellschaft, Formen von Zusammenarbeit und Mittäterschaft, wo immer die Opfer von Verfolgung und Massenmord auch lebten.
Some Were Neighbors untersucht die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Diese Einflüsse reflektieren Angst, Gleichgültigkeit, Antisemitismus, Karriereangst, Ansehen in der Gemeinschaft, Gruppenzwang oder Chancen auf materiellen Gewinn. Die Ausstellung zeigt auch Personen, die den Möglichkeiten und Versuchungen, ihre
Mitmenschen zu verraten, nicht nachgegeben haben und uns daran erinnern, dass es auch in außergewöhnlichen Zeiten Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft gibt.
In occasione della nomina di Matera a Capitale Europea della Cultura 2019, proponiamo la storia di un "torinese del Sud" che saputo interpretare e raccontare la Lucania: Carlo Levi. Intellettuale ebreo, nel 1935 viene mandato al confino in Lucania per antifascismo. Descrive questa esperienza nelle sue poesie, nei suoi quadri e nel suo celebre romanzo "Cristo si è fermato a Eboli" (1945), diventato anche un film nel 1979.

"Christus kam nur bis Eboli" - Carlo Levi und das Exil in Lukanien
Anlässlich der Ernennung von Matera, einer Stadt in der Region Basilicata (Lukanien) zur Kulturhauptstadt Europas 2019, gehen wir der Geschichte eines "Turiners des Südens" nach, der Lukanien (heute Basilicata) interpretiert und erzählt hat: Carlo Levi. Als jüdischer Intellektueller wurde er 1935 wegen Antifaschismus ins Exil nach Lukanien geschickt. Er beschrieb diese Erfahrung in seinen Gedichten, in seinen Gemälden und in seinem berühmten Roman "Christus kam nur bis Eboli" (1945), der 1979 ebenfalls verfilmt wurde.

freie Plätze Lauschsalon: Geschichten eines ungestümen Herzens

(VHS, ab So., 8.3., 17.00 Uhr )

An dem diesjährigen Internationalen Frauentag erleben Sie ein Hörstück über das Leben und Wirken deutschsprachiger Autorinnen während und nach der NS-Zeit. Ein Abend mit Rose Ausländer, Gertrud Kolmar, Mascha Kaléko, Nelly Sachs und Johanna Moosdorf. Trotz des Themas stimmen die Texte hoffnungsfroh.
Anja Bilabel stellt neben der Historie die Phantasie, die Stärke und den Mut der Frauen, ihr Alltagsleben und ihre Liebe in den Vordergrund, erzählt von ihrer Leidenschaft zum Schreiben und dem daraus resultierenden Widerstand. Erneut wird sie virtuos begleitet.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Selm statt.

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